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Gefährdungsbeurteilung Vorlage für Schweizer KMU

Von Pascal Kurz · November 2026 · direkt am Bildschirm ausfüllen oder ausdrucken

Eine Gefährdungsbeurteilung hält fest, welche Gefahren in Ihrem Betrieb bestehen, wie gross das Risiko ist und was dagegen getan wird. Auf dieser Seite finden Sie dafür eine Tabelle zum Ausfüllen, eine einfache Risikoskala und eine Checkliste typischer Gefährdungen. Warum die Beurteilung nach EKAS 6508 überhaupt nötig ist und wo die Stolpersteine liegen, erklärt der Leitfaden Gefährdungsbeurteilung in der Schweiz.

So benutzen Sie die Vorlage: Klicken Sie in ein Feld der Tabelle und tippen Sie. Mit «Drucken / als PDF speichern» erhalten Sie ein Blatt im Querformat. Ihre Eingaben werden nicht gespeichert und nicht übertragen: Sie bleiben nur in Ihrem Browser, bis Sie die Seite schliessen.

In vier Schritten zur ausgefüllten Vorlage

  1. Bereiche und Tätigkeiten erfassen. Gehen Sie Ihren Betrieb Bereich für Bereich durch (Werkstatt, Lager, Büro, Aussendienst) und notieren Sie, welche Tätigkeiten dort stattfinden, auch seltene wie Wartung und Reinigung.
  2. Gefährdungen ermitteln. Nutzen Sie die Checkliste weiter unten, damit nichts vergessen geht, vor allem nicht die psychischen Belastungen.
  3. Risiko bewerten. Schätzen Sie pro Gefährdung, wie wahrscheinlich ein Schaden ist und wie schwer er wäre. Die Skala unten gibt Ihnen eine einfache Rechenhilfe.
  4. Massnahmen festlegen und nachverfolgen. Legen Sie nach dem STOP-Prinzip fest, was getan wird, wer es bis wann umsetzt, und prüfen Sie später, ob die Massnahme wirkt.

Die Vorlage zum Ausfüllen

Bereich / Tätigkeit Gefährdung Mögliche Folgen Wahrsch. (1–3) Schwere (1–3) Risiko Massnahmen (STOP) Verantwortlich Termin Wirksamkeit geprüft
Beispiel: Lager, Stapler fahren Kollision mit Personen Quetschungen, Knochenbrüche 2 3 6 O: Fahrwege markieren; P: Warnweste; Unterweisung Staplerfahrer Lagerleiter Quartal ☐

Die gelbe Zeile ist nur ein erfundenes Beispiel, damit das Ausfüllen klarer wird. Ersetzen Sie sie durch Ihre eigenen Gefährdungen.

STOP-Prinzip: in dieser Reihenfolge Massnahmen wählen

Einfache Risikoskala

Multiplizieren Sie Wahrscheinlichkeit und Schwere. Das Ergebnis zeigt, wie dringend Sie handeln müssen. Die Skala ist bewusst einfach gehalten. Branchenlösungen und die Methoden der Suva können eigene Skalen verwenden, die Sie bei Bedarf übernehmen.

Schwere 1 (leicht)Schwere 2 (mittel)Schwere 3 (schwer)
Wahrsch. 1 (selten)1 niedrig2 niedrig3 mittel
Wahrsch. 2 (möglich)2 niedrig4 mittel6 hoch
Wahrsch. 3 (häufig)3 mittel6 hoch9 hoch

Niedrig (1–2): beobachten. Mittel (3–4): Massnahmen planen und terminieren. Hoch (6–9): Massnahmen sofort einleiten, bei Bedarf Tätigkeit stoppen, bis die Gefahr beherrscht ist.

Checkliste: Typische Gefährdungen

Gehen Sie die Liste für jeden Bereich durch. Alles, was zutrifft, gehört als Zeile in die Tabelle.

Zu einzelnen Punkten gibt es vertiefende Beiträge, zum Beispiel zu psychischen Gefährdungen, Hitzeschutz, Alleinarbeit und Asbest.

Was die Vorlage nicht ersetzt

Eine Tabelle gibt Struktur, sie beurteilt nichts für Sie. Gerade bei besonderen Gefährdungen nach EKAS 6508 ist der Beizug von Spezialisten der Arbeitssicherheit nötig, und die Beurteilung muss zu Ihrer Branche und Ihren Anlagen passen. Wer die Beurteilung nicht allein stemmen will, findet auf der Seite zur Gefährdungsbeurteilung als Leistung den Ablauf, und auf der Seite zum externen Sicherheitsbeauftragten, wie die laufende Betreuung aussieht.

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Häufige Fragen zur Vorlage

Reicht diese Vorlage als Gefährdungsbeurteilung für meinen Betrieb?

Sie gibt die Struktur vor. Ob die Beurteilung inhaltlich ausreicht, hängt von Ihren Gefährdungen ab. Bei besonderen Gefährdungen ist der Beizug von Spezialisten der Arbeitssicherheit nötig.

Wann muss die Gefährdungsbeurteilung aktualisiert werden?

Sinnvoll ist eine Aktualisierung bei Änderungen im Betrieb, etwa neuen Maschinen, Stoffen oder Arbeitsabläufen, nach Unfällen und Beinaheunfällen und als regelmässige Wirksamkeitskontrolle.

Gehören psychische Belastungen in die Gefährdungsbeurteilung?

Ja. Sie werden in der Praxis oft vergessen und stehen deshalb in der Checkliste oben.

PK

Pascal Kurz

Sicherheitsingenieur & ASGS-Spezialist. Berät Unternehmen in der Deutschschweiz zu Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und ISO-Zertifizierung.